Vertikutieren im September

rasen vertikutierenSelbstverständlich können Gartenfreunde, die ihrem Rasen etwas Gutes tun möchten, auch noch im September vertikutieren. Oftmals ist diese Behandlung sogar zu empfehlen, denn gerade nach einem sehr heißen und trockenen Sommer kann der Rasen so noch einmal richtig aufatmen. Immerhin geht es beim Vertikutieren um die Belüftung und die tiefgreifende Reinigung des Rasens, wobei auch Reste von früheren Rückschnitten, Laub oder Moos sowie verschiedene Unkräuter aus dem Rasen entfernt werden. Das Ergebnis ist ein angenehm weicher und dichter Rasen.

Was passiert beim Vertikutieren im September?

Beim Vertikutieren des Rasens wird die Grasnarbe angeritzt, wobei – wie gesagt – altes Schnittgut und Moose entfernt werden. Aber auch herunter gefallenes Laub kann so vom Rasen entfernt werden, was wieder ein Vertikutieren im Herbst nahe legt. Dabei lohnt sich die spätsommerliche oder frühherbstliche Behandlung des Rasens also auch dann, wenn dieser bereits im Frühjahr einmal vertikutiert wurde.

Warum empfehlen Fachleute trotzdem ein Vertikutieren im Frühling?

Hier sollten sich Gärtner und Hobby-Gärtner nicht verunsichern lassen, denn natürlich ist ein Vertikutieren im Frühling sinnvoll, es kann aber auch später problemlos nachgeholt oder durch eine zweite Behandlung ergänzt werden. Immerhin handelt es sich bei dem Rat, im April oder Mai zu vertikutieren um eine Empfehlung, denn da durch diesen Vorgang die Belüftung des Rasens verbessert wird, wird auch das Wachstum gefördert. Zudem besitzt der Rasen gerade im Frühling eine besonders gute Regenerationsfähigkeit. Aber auch im September kann diese Behandlung erfolgen, wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Rasen ebenfalls vorher gemäht wird. Zudem sollte auf eine ausreichende Bewässerung geachtet werden.

Womit sollte im September vertikutiert werden?

Für den Vorgang des Vertikutierens empfiehlt sich die Nutzung eines so genannten Vertikutierers. Hier können Gartenfreunde zwischen einem mechanischen, einem elektrischen oder einem benzinbetriebenen Gerät wählen. Aber auch moderne Rasenmäher haben heute zunehmend eine integrierte Vertikutierfunktion, so das eigentlich kein zweites Gerät angeschafft werden muss. Wer allerdings bei der Gartenarbeit nicht von störenden Geräuschen belästigt werden möchte, sollte zu einem mechanischen Gerät greifen.

Nachbehandlung nach dem Vertikutieren

Allerdings hört die aufmerksame Behandlung des Rasens mit dem Vertikutieren noch lange nicht auf, denn neben einer sorgsamen Bewässerung, sollte unbedingt auch an eine ausreichende Düngung gedacht werden, damit der Rasen schön dicht wird und ein sattes Grün aufweisen kann. Dazu empfiehlt sich die Nutzung eines speziellen Rasendüngers. Aber auch eine Nachsaat kann mitunter sinnvoll sein, wenn der Rasen durch Belastung oder durch Witterungseinflüsse dünn gewordene Stellen aufweisen sollte. Allerdings empfiehlt es sich, auch die Nachsaat erst nach dem Vertikutieren durchzuführen.

Was tun bei strapaziertem Rasen?

Aber es gibt auch Situationen, die ein zusätzliches Vertikutieren im Sommer und natürlich nochmals im Herbst geradezu unerlässlich erscheinen lassen. Dies ist beispielsweise immer dann der Fall, wenn der Rasen lange Zeit vernachlässigt wurde. In so eine Situation können beispielsweise Grundstückseigentümer kommen, die ihr Grundstück bebaut kaufen. Gerade alte Bauernhöfe oder Landhäuser an sich besitzen meist Streuobstwiesen mit Rasen. Aber auch alte Stadthäuser haben meist große Rasenflächen vorzuweisen. Wer ein solches Objekt mit jahrelang vernachlässigtem Rasen gekauft hat, sollte durchaus im ersten und zweiten Jahr ruhig zweimal oder sogar dreimal vertikutieren.