Vertikutieren im Herbst

vertikutieren im HerbstWer sich die Frage stellt: Vertikutieren im Herbst?, kann sich diese getrost mit „ja“ beantworten, denn ein Vertikutieren des Rasens ist natürlich bis in den frühen Herbst hinein möglich. Um dabei wirklich erfolgreich zu sein, stellt sich aber auch die Frage, wieso denn so spät vertikutiert wird, denn immerhin werden beim Vertikutieren die Grasnarben des Rasens um einige Millimeter weit angeritzt, so dass gerade Staunässe und erste Fröste durchaus gefährlich werden könnten. Viele Hobbygärtner und auch Profis halten ein Vertikutieren im Herbst daher eher für kontraproduktiv, wobei man sich hier aber nicht zu sehr verunsichern lassen sollte. Gerade in Gegenden mit milden Klima oder auch dann, wenn der Wetterbericht ruhiges und eher warmes Herbstwetter gemeldet hat, kann mit gutem Gewissen auch noch im September oder in den ersten beiden Oktoberwochen vertikutiert werden.

Wie wird der Rasen vorbereitet?

Grundsätzlich wird beim Vertikutieren altes Schnittgut, das so genannte Mulch, oder auch Kräuter, Unkräuter und Moose sowie altes Laub aus dem Rasen entfernt, so dass dieser eine tiefgreifende Reinigung erfährt. Schon aus diesem Grund empfiehlt es sich natürlich, auch vor einem Vertikutieren im Herbst den Rasen noch einmal zu mähen. Weiterhin ist für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen, wobei aber Staunässe oder auch direkt in Pfützen auf dem Rasen stehendes Wasser unbedingt zu vermeiden ist. Ein Abharken des Rasens kann dagegen getrost entfallen, denn alles, was den Rasen verunreinigen könnte, wird beim Vertikutieren aus dem Rasen entfernt, so dass dieser Arbeitsschritt gespart werden kann.

Wie oft kann im Herbst vertikutiert werden?

Auch muss sich kein Gärtner oder Hobbygärtner in Bezug auf die Häufigkeit des Vertikutierens verunsichern lassen, denn es spricht auch diesbezüglich nichts gegen ein Vertikutieren im Herbst. Immerhin gilt als Regel, dass die erste Behandlung mit dem Vertikutierer (hier gelangen Sie zum Vertikutierer Test) im Frühling erfolgen sollte. Hier werden die Monate April oder Mai empfohlen. Im Anschluss daran sollte zwischen den Behandlungen immer eine Ruhepause von mehreren Wochen bis etwa 2 oder drei Monaten gewährt werden. Wer also zweimal oder dreimal jährlich vertikutieren möchte und damit bereits im Frühling beginnt, schadet seinem Rasen auf gar keinen Fall. Aber auch dann, wenn ein Grundstück oder Garten neu erworben wurde, kann natürlich auch ein einmaliges Vertikutieren im Herbst vor der Winterpause erfolgen, damit der Rasen nicht eine weitere mehrmonatige Vernachlässigung erfährt und bereits für die erste Frühlingsbehandlung im neuen Jahr gereinigt ist.

Welche ergänzenden Behandlungen sind sinnvoll?

Natürlich kann aber auch nach einem Vertikutieren im Herbst eine ergänzende Behandlung erfolgen, wobei sich beispielsweise eine moderate Bewässerung lohnt, damit der Rasen nicht austrocknet. Auch kann direkt nach dem Vertikutieren noch einmal gedüngt werden, damit sich der Boden besonders gut und zügig von der Behandlung erholt (geeignete Dünger finden Sie im Rasendünger Test). Des Weiteren kann es sich anbieten, sofern das Wetter günstig ist und noch mit einigen warmen Tagen gerechnet werden darf, lichte Stellen im Rasen per Nachsaat zu beheben. Darüber hinaus kann es sogar sinnvoll sein, nach einigen Tagen und bei einer festen Grasnarbe nochmals den Rasen zu aerifizieren und dann auf die Winterpause vorzubereiten. Auch die Behandlung durch den Aerifizierer trägt viel zur Erholung des Rasens bei.